Beiträge

Neukundenaufnahme ab Juli 2017

Liebe Interessenten,

in den letzten Wochen und Monaten haben uns viele Anfragen rund um die Existenzgründung, Existenzfestigung und die vorbereitende Buchführung erreicht. Für das in uns gesetzte Vertrauen danken wir Ihnen.

Um eine persönliche individuelle Beratung mit hoher Qualität weiterhin gewährleisten zu können, haben wir uns entschieden bis auf weiteres keine Neukunden, mit Ausnahme von persönlichen Empfehlungen aus unserem Mandantenkreis, mehr anzunehmen.

Wir bitten Sie um Verständnis und werden Sie hier informieren, sobald wir wieder freie Kapazitäten haben.

Viele Grüße
Ihr Team der Censea Consulting GmbH

Gründungsförderung weiterhin rückläufig

Im vergangenen Jahr ging die Zahl der Existenzgründungen, die durch die Bundesagentur für Arbeit und der Jobcenter gefördert wurden, weiter zurück. So wurden insgesamt nur 41.094 Anträge zur Förderung der Selbstständigkeit genehmigt, im Jahr 2015 waren noch fast 45.000 Gründungen.

Damit ist die Anzahl der genehmigten Anträge seit der Reform des Gründungszuschusses Ende 2011 (der Gründungszuschuss wurde zu einer Ermessensleistung) weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau. In 2016 wurden 28.462 Anträge genehmigt, dass ist ein Minus von rund sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr. Noch deutlicher war der Rückgang beim Einstiegsgeld und den Eingliederungsleistungen nach § 16c SGB II.

Die Zahl der genehmigten Förderungen durch Einstiegsgeld fiel im Vorjahresvergleich um 16,8 und die Eingliederungsleistungen nach § 16c SGB II um 13 Prozentpunkte.

Haben Sie Fragen zum Thema oder beabsichtigen Sie in nächster Zeit eine Gründung und möchten Gründungzuschschuss beantragen? Sprechen Sie uns gerne an. Wir beantworten Ihnen alle Fragen vorab in einem unverbindlichen und kostenfreien Beratungsgespräch.

Quelle: Bundesregierung, KfW Starthothek, Bundesagentur für Arbeit, Jobcenter eigene Recherchen

Neu: Beratungsförderung ab 2016

Mit Beginn des neuen Jahres wurde die bundesweite Beratungsförderung für kleine und mittlere Unternehmen neu ausgerichtet. Das neue Förderprogramm mit dem Namen „Förderung unternehmerischen Know-hows“ fasst die bisherigen Programme „Förderung unternehmerischen Know-hows durch Unternehmensberatung“, „Gründercoaching Deutschland“, „Turn-Around-Beratung“ und „Runder Tisch“ zusammen. Darüber hinaus wurde das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) als zuständige Stelle fest gelegt.

Wichtig: Das Förderprogramm richtet sich ausschließlich an Unternehmen, die bereits gegründet sind. Beratungen vor einer Gründung können nicht mit diesem Programm bezuschusst werden.

Die neue „Förderung unternehmerischen Know-hows“ richtet sich an

  • junge Unternehmen, die nicht länger als zwei Jahre am Markt sind (Jungunternehmen)
  • Unternehmen ab dem dritten Jahr nach der Gründung (Bestandsunternehmern)
  • Unternehmen, die sich in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden – unabhängig vom Unternehmensalter (Unternehmen in Schwierigkeiten)

Die Unternehmen müssen ihren Sitz in der Bundesrepublik Deutschland haben und der EU-Mittelstandsdefinition für kleine und mittlere Unternehmen entsprechen.

Die Beratung für Jungunternehmen und Bestandsunternehmen kann im Rahmen der folgenden Beratungsschwerpunkte gefördert werden:

Allgemeine Beratungen

  • zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung.

Spezielle Beratungen

Um strukturellen Ungleichheiten zu begegnen, können zusätzlich zu den Themen einer allgemeinen Beratung weitere Beratungsleistungen gefördert werden. Hierzu gehören Beratungen von Unternehmen, die

  • von Frauen oder
  • von Migrantinnen oder Migranten oder
  • von Unternehmern/innen mit anerkannter Behinderung geführt werden und/oder
  • zur besseren betrieblichen Integration von Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern mit Migrationshintergrund
  • zur Arbeitsgestaltung für Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter mit Behinderung
  • zur Fachkräftegewinnung und -sicherung
  • zur Gleichstellung und besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • zur alternsgerechten Gestaltung der Arbeit
  • zur Nachhaltigkeit und zum Umweltschutz beitragen.

Unternehmen in Schwierigkeiten können eine Förderung erhalten für eine Unternehmenssicherungsberatung zur Wiederherstellung der wirtschaftlichen Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit. Zusätzlich können Unternehmen in Schwierigkeiten zur Vertiefung der Maßnahmen einer Unternehmenssicherungsberatung eine weitere Folgeberatung zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung gefördert werden.

Die Höhe des Zuschusses orientiert sich an den maximal förderfähigen Beratungskosten von bis zu 4.000,00 Euro (Bemessungsgrundlage) sowie dem Standort des Unternehmens. Dabei gelten folgende Fördersätze:

  • 80 % neue Bundesländer (ohne Berlin und ohne Region Leipzig), 60 % Region Lüneburg, sonst 50 %,
  • 90 % Unternehmen in Schwierigkeiten unabhängig von Alter und Standort

Haben Sie weitere Fragen oder benötigen Sie Unterstützung? Sprechen Sie uns gerne an.

Quelle: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

Gründungzuschuss: Im Januar 2015 häufiger genehmigt

Existenzgründer wird es freuen: Die Arbeitsagenturen scheinen nach dem Monatsbericht Januar 2015 wieder etwas großzügiger bei der Genehmigung von Gründungszuschüssen zu sein.

So wurden im Januar 26.000 Gründer durch den Gründungszuschuss gefördert. Das waren insgesamt elf Prozent mehr als noch im Januar 2014. So wurde damit in den letzten zölf Monaten der Gründungszuschuss rund 31.000-mal genehmigt. Auch dies entspricht einer Steigerung von elf Prozent bzw. einem Plus von 3.200 Genehmigungen.

Auch das Einstiegsgeld wurde häufiger gewährt. Insgesamt wurde im Januar an 13.000 Personen Einstiegsgeld ausgezahlt. Das bedeutet hier ein Plus von 37 Prozent gegenüber dem Januar 2014.

Dagegen sind die Förderungen durch Eingliederungsleistungen nach § 16c SGB II (Darlehen und Zuschüsse für die Beschaffung von Sachgütern, Beratung oder Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten) zurück gegangen. Im Januar 2015 wurden hier leider nur knapp 2.500 Existenzgründer mit diesem Instrument gefördert, das sind 18 Prozent weniger als im Januar 2014.

Haben Sie Fragen zum Thema oder benötigen Sie Unterstützung bei Ihrer Gründung? Bitte sprechen Sie uns gerne an.

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Jobcenter, Bundesministerium für Arbeit, KfW Starthothek, eigene Recherchen

 

Gründungscoaching bis 30.04.2015 verlängert

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat die Laufzeit des aktuellen „Gründercoaching Deutschland“ (50%- bzw. 75%-Förderung) nochmals bis 30. April 2015 verlängert.

Gefördert werden Coachingmaßnahmen zu wirtschaftlichen, finanziellen und organisatorischen Fragen in den ersten fünf Jahren der Start- und Festigungsphase nach Gründung. Antragsberechtigt sind Existenzgründer im Bereich der gewerblichen Wirtschaft sowie der Freien Berufe, die in den zurückliegenden fünf Jahren ein Unternehmen gegründet oder übernommen haben. Der Beratungszeitraum bleibt danach weiterhin auf sechs Monate begrenzt, den Hinweis der Verlängerung haben wir auf den Seiten der Förderdatenbank des BMWI unter „wichtige Hinweise“ im „Kleingedruckten“ entdeckt.

Die Verlängerung um vier Monate deutet darauf hin, dass man bereits an einer dauerhaften Nachfolgelösung arbeitet, man dann aber noch einmal eine kurze Übergangslösung benötigt.

Nach unseren Recherchen fiel die Entscheidung bereits am 18. Oktober 2014. Eine offizielle Information der KfW an die Mitglieder der Beraterbörse steht noch aus.

Wir bleiben selbstverständlich für Sie hier weiterhin am Ball. Haben Sie Fragen zum Thema oder benötigen Sie Unterstützung? Bitte sprechen Sie uns gerne an.

Gründercoaching Deutschland: Änderungen zum 01.01.2014

Mit dem Ende der Förderperiode 2007 bis 2013 des Europäischen Sozialfonds (ESF) ergeben sich Änderungen für das „Gründercoaching Deutschland“.

Die gute Nachricht: Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie beabsichtigt, die Laufzeit des aktuellen „Gründercoaching Deutschland“ (GCD) bis zum 30.06.2014 zu verlängern, um eine Förderlücke bis zum Beginn der neuen ESF-Förderperiode zu vermeiden. Die Verlängerung steht allerdings unter dem Vorbehalt der Veröffentlichung der Richtlinienänderung im Bundesanzeiger. Dabei wird der Beratungszeitraum ab dem 01.01.2014 von zwölf auf sechs Monate nach Zusage verkürzt, alle anderen Fördervoraussetzungen bleiben nach dem derzeitigen Stand unverändert.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat zusätzlich entschieden, dass das Gründercoaching Deutschland aus der Arbeitslosigkeit mit der 90prozentigen Förderung ab 2014 nicht mehr fortgeführt wird. Als Förderalternative steht den Gründern aus der Arbeitslosigkeit das GCD mit der 50prozentigen Förderung zur Verfügung.

Wichtige Termine 2013/2014 für GCD aus der Arbeitslosigkeit:

  • · Antragstellung in der Antragsplattform bis spätestens zum 15.12.2013
  • · Empfehlung durch die Regionalpartner gegenüber der KfW spätestens am 20.12.2013
  • · Letzte Zusage der KfW am 30.12.2013
  • · Einreichung der Abrechnungsunterlagen bis spätestens 12 Monate nach Zusage

Unser Rat:
Sollten Sie Gründungszuschuss von der Bundesagentur für Arbeit beziehen, haben Sie nur noch bis zum 15.12.2013 Zeit, die erhöhte Beratungsförderung in Anspruch zu nehmen. Da hier mit einem Ansturm auf die Regionalpartner zu rechnen ist, empfehlen wir die Beantragung bis zum 10.12.2013.

Haben Sie Fragen zum Thema oder interessieren Sie sich für eine Existenzgründung? Sprechen Sie uns gern an, im Rahmen eines kostenfreien Erstgespräches besprechen Ihnen alle Fragen rund um Ihre Gründung.

Existenzgründung als Generalist oder Spezialist?

Die Antwort: ein klares „Sowohl als auch“. Als Experte braucht man einen gewissen horizontalen Überblick, um seine Leistung in den Kontext seines Netzwerks setzen zu können. Als Stratege kommt man um bestimmte Tiefenkenntnisse nicht herum, damit man nicht ins Blaue delegiert. Das Buzzword für dieses Kompetenzprofil heißt „T-shaped Skills“. Der vertikale Balken symbolisiert das spezialisierte Fachwissen, der horizontale Strich steht für kollaborative Fähigkeiten und Grundkenntnisse der Wissensgebiete von Partnern. Was für die eigene Geschäftstätigkeit noch einigermaßen überschaubar erscheint, wird bei absolut fachfremden Disziplinen schon ziemlich schwierig. Dieses Dilemma löst man nur durch eine eindeutige Zieldefinition und die schonungslose Analyse der eigenen Stärken und Schwächen. Entsprechend stellt man sich dann den eigenen Weiterbildungsfahrplan zusammen. „Spätestens im Businessplan sollte ein schlüssiges Vorgehen erläutert werden“, empfiehlt Gründungsberater Steffen Ehlert. Wer sich über seine Kompetenzen und Defizite nicht im Klaren ist, hat bei öffentlichen Förderprogrammen erfahrungsgemäß schlechte Karten.

Hat man seine Hausaufgaben gut gemacht und startet optimistisch in die Selbstständigkeit, stößt man ziemlich schnell auf das Internet als angeblich vollautomatischen Vertriebskanal.

Willst Du ein großes „T“ kaufen?
Das bei Sesamstraßenfans legendäre Angebot von Schlemihl an Ernie spiegelt gut die Situation wider, in der sich viele angehende oder frischgebackene Unternehmer befinden. Wie gewinnt man denn nun dauerhaft Kunden über das Web? Unzählige Anbieter tummeln sich in den sozialen Netzen, bieten hanebüchene Garantien an und fordern Phantasie-Honorare. Dieser marktschreierischen Phalanx sah sich auch Günter Herrmann gegenüber. Der diplomierte Sozialpädagoge und Inhaber einer Beratungsfirma für Organisations-Optimierung misstraute den vollmundigen Versprechungen und arbeitete sich intensiv in das Thema ein. Der vertikale T-Balken wurde vom schmalen Strich zum massiven Wissenspfeiler. Statt es nun auf sich zu belassen und nur sein eigenes Business über das Netz bekannt zu machen, entschloss er sich, auch seinen Stammkunden zu helfen. Nach und nach verlagerte sich daraufhin auch sein Tätigkeitsschwerpunkt. Damit wuchs die horizontale Linie seiner T-Skills. Sein 5-Schritte-Programm zur Neukundengewinnung über das Internet beginnt damit, die eigene Zielgruppe und die persönliche Expertise zu definieren. Als Spezialist für die Lösung von Kundenproblemen geht man dann die weiteren Schritte, um seine Kompetenz an den Markt zu bringen. Günter Herrmann (http://onlinemarketing-experten.com/) begleitet gerne weiter, will sich aber so schnell wie möglich überflüssig machen. „Neben absoluter Transparenz setzen wir auf direktes Kunden-Feedback nach jedem Meilenstein. Wir werden nur mit unseren Kunden besser und vermeiden daher Einbahnstraßen und Abhängigkeiten.“

Stratege und Taktiker in Personalunion
Unternehmertum lebt von Herzblut. Offenheit und Lernbereitschaft. So kommt man nicht umhin, das eigene Wissen stets kritisch in Bezug auf die aktuellen Marktbedürfnisse zu prüfen und zu ergänzen. „Ein Tag, an dem ich nichts gelernt habe, war ein verschenkter Tag“, beschreibt Steffen Ehlert eine seiner Leitgedanken.

Autor: Jörg Hüttmann (www.dein-texter.de)

Freiwillige Arbeitslosenversicherung für viele Existenzgründer zu teuer?

Fast die Hälfte aller Existenzgründer, die sich freiwillig in der Arbeitslosenversicherung weiterversichert haben, haben diese Versicherung wieder verlassen. Hauptgrund hierfür sind nach einer aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) die hohen Beiträge.

Seit Februar 2006 haben Existenzgründer die Möglichkeit, freiwillig in der Arbeitslosenversicherung zu bleiben. Dieses Angebot wurde laut der Studie bis zum 31.12.2012 von rund 200.000 Existenzgründern genutzt.

Da die Beiträge für die freiwillige Arbeitslosenversicherung in den letzten Jahren allerdings um mehr als das Dreifache angehoben wurden, haben viele jetzt die Arbeitslosenversicherung wieder verlassen. So bezahlen Existenzgründer in den neuen Bundesländern durchschnittlich aktuell monatlich 68,26 Euro, Gründer in den alten Bundesländern müssen sogar monatlich 80,86 Euro aufbringen. Für viele Existenzgründer ist die freiwillige Arbeitslosenversicherung wohl schlichtweg zu teuer.

Mein Tipp:
Schauen Sie individuell, ob sich die Arbeitslosenversicherung für Sie lohnt. Grundsätzlich lohnt sich dieses vor allem für Existenzgründer, die ihre (zukünftige) Auftragslage nicht gut abschätzen können oder besonderen Unsicherheiten ausgesetzt sind.

Haben Sie Fragen zum Thema? Sprechen Sie uns gern an.