Liebe Leser,

Seit dem 1.1.2021 ist die generelle Verpflichtung zur monatlichen Abgabe der Umsatzsteuer-Voranmeldung für Neugründer ausgesetzt worden. Sie soll bis zum 31.12.2026 ausgesetzt bleiben.

Mit einem BMF-Schreiben hat das Bundesfinanzministerium diese Maßnahme konkretisiert. Demnach gilt in Neugründungsfällen § 18 Abs. 1 und 2 UStG, wonach der Voranmeldungszeitraum grundsätzlich das Kalendervierteljahr ist, es sei denn, die Steuer beträgt für das vorangegangene Kalenderjahr mehr als 7.500 Euro. Beträgt die Steuer für das vorangegangene Kalenderjahr also mehr als 7.500 Euro bleibt es auch in Neugründungsfällen beim Kalendermonat als Voranmeldungszeitraum.

Für die Bestimmung des Voranmeldungszeitraums in dem Kalenderjahr der Aufnahme der gewerblichen oder beruflichen Tätigkeit ist die voraussichtliche Steuer dieses Jahres maßgebend; im folgenden Kalenderjahr ist die tatsächliche Steuer des Vorjahres in eine Jahressteuer umzurechnen. Auch für Neugründungsfälle aus dem Jahr 2020 gelten im Besteuerungszeitraum 2021 die vorgenannten Grundsätze, wobei die tatsächliche Steuer des Jahres 2020 in eine Jahressteuer umzurechnen ist.

Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

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Quellenangaben: Bundesministerium für Finanzen, KfW Startothek, eigene Recherchen

Der Preis prämiert die besten und innovativsten Gründungskonzepte in der Gastronomie in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Beurteilt werden die eingereichten Bewerbungen nach drei Hauptkriterien: Innovation, Wirtschaftlichkeit und Gründerpersönlichkeit. Anmeldeschluss ist am 30.11.2019.

Die Teilnehmer nehmen mit einem Konzpt an dem Wettbewerb teil, dass es der Jury ermöglicht, die Unternehmensidee näher kennenzulernen. Besonders hervorstechen sollte, was die Gründungsidee zu etwas Besonderem macht. Die Anmeldeseite zur Teilnahme an dem Wettbewerb finden Sie hier: https://www.gastro-gruenderpreis.de/mitmachen

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Quelle: KfW Starthothek, gastro-gruenderpreis.de, eigene Recherchen

Für zwölf Handwerke gilt künftig wieder die Meisterpflicht. Das hat das Bundeskabinett mit der Änderung der Handwerksordnung am 09. Oktober 2020 beschlossen. Ziel ist es, die Qualität und die Qualifikation im Handwerk zu stärken und die Strukturentwicklung im Handwerk und dessen Zukunft nachhaltig zu sichern.

Im Einzelnen ist die Rückkehr zur Meisterpflicht für

  • Fliesen-, Platten- und Mosaikleger,
  • für Betonstein- und Terrazzohersteller,
  • für Estrichleger,
  • Behälter- und Apparatebauer,
  • Parkettleger,
  • Rollladen- und Sonnenschutztechniker,
  • Drechsler und  Holzspielzeugmacher,
  • Böttcher,
  • Glasveredler,
  • Schilder- und Lichtreklamehersteller,
  • Raumausstatter sowie
  • Orgel- und Harmoniumbauer

damit geplant.. Die Meisterpflicht soll nur für neu gegründete Betriebe gelten. Bestehende Betriebe sollen Bestandsschutz genießen.

In Deutschland gibt es derzeit rund 130 Handwerksberufe. Sie sind in der Handwerksordnung aufgeführt und unterteilt in zulassungspflichtige Gewerbe (Anlage A) und zulassungsfreies Handwerk (Anlage B1). In einer weiteren Anlage (B2) sind noch 54 weitere handwerksähnliche Gewerbe aufgeführt.

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Quelle: KfW Starthothek, Bundesregierung, eigene Recherchen

Ob eine Beschäftigung selbständig oder abhängig ausgeübt wird, darüber entscheidet nicht die individuell gewählte Bezeichnung. Vielmehr grenzen klare Kriterien selbständige Tätigkeiten gegenüber einem der Sozialversicherungspflicht unterliegenden abhängigen Beschäftigungsverhältnis voneinander ab. Dies hat das Sozialgericht Dortmund unmissverständlich festgestellt (Urteil vom 11.03.2019Az.: S 34 BA 68/18).

Eine Lohnbuchhalterin hatte 35 Stunden im Monat für ein Unternehmen gearbeitet und dafür pauschales Entgelt von 2.000 Euro bezogen. Sie verrichtetete ihre Tätigkeit in den Räumen des beklagten Unternehmens und unter Nutzung der dort vorhandenen Hardware und Software. Die Lohnbuchhalterin hatte ein Gewerbe angemeldet und arbeitete auch für andere Unternehmen. Aus Sicht des Unternehmens handelte es sich um selbständige Arbeit. Nachdem das Unternehmen von einem Rentenversicherungsträger aufgefordert worden war, für die Lohnbuchhalterin die Versicherungspflicht in der Sozialversicherung anzuerkennen, klagte dieses gegen die Aufforderung.

Das Sozialgericht (SG) konnte der Argumentation des Unternehmens nicht folgen und stellte in der Prüfung des Sachverhaltes auf maßgebliche Indizien für eine abhängige Beschäftigung ab. Wesentlich für eine abhängige und damit sozialversicherungspflichtige Tätigkeit ist eine Eingliederung in die Arbeitsorganisation des Unternehmens. Auch stelle die Pflicht, die vereinbarte „Leistung grundsätzlich persönlich zu erbringen“ ein typisches Merkmal für ein Arbeitsverhältnis dar.

Als weitere Kriterien für ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis nannte das Sozialgericht Dortmund die kostenfreie Nutzung des Arbeitsplatzes in den Räumen des Unternehmen, die Zahlung eines Festgehaltes sowie den Umstand, dass sich die Lohnbuchhalterin „an den sich ergebenden Notwendigkeiten der betrieblichen Aufgabenstellungen“ auszurichten habe.

All diese Kriterien erkannten die Dortmunder Richter der 34. Kammer als zutreffend an und attestierten ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis für die Lohnbuchhalterin. Diese Beurteilung änderte sich für das Gericht auch nicht dadurch, dass die Lohnbuchhalterin eine teilzeitbeschäftigt war und weitere Teilzeitarbeiten sowohl selbständig als auch abhängig beschäftigt ausübte.

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Quelle: KfW Starthothek, Sozialgericht Dortmund, eigene Recherchen

Startup-Gründer genießen in der Bevölkerung einen guten Ruf und viele halten Gründer für ein Vorbild für die junge Generation. Allerdings würde immerhin jeder Dritte jungen Leuten nicht empfehlen, in einem Startup zu arbeiten oder selbst eines zu gründen. Dies hat eine Sutdie des Digitalverbanes Bitkom ergeben.

Eine breite Mehrheit von 83 Prozent der Bundesbürger hält junge Gründer für leistungsorientiert und zielstrebig. Zwei Drittel (68 Prozent) sehen in ihnen ein Vorbild für die junge Generation. Vor fünf Jahren lag der Anteil bei 87 bzw. 63 Prozent. Bei den Motiven für die Gründung überwiegt anders als vor fünf Jahren inzwischen eine positive Einschätzung. So sagen 60 Prozent der Deutschen, die Gründer wollen mit ihrer Idee oder ihrem Produkt anderen helfen (2014: 54 Prozent). Nur 58 Prozent meinen, die Gründer wollen schnell reich werden (2014: 66 Prozent).

Der gute Ruf der Gründer zeigt sich auch darin, dass nur jeweils eine Minderheit Gründer für technikverliebte Sonderlinge hält (38 Prozent, 2014: 37 Prozent) oder glaubt, dass sie ihre Mitarbeiter ausbeuten (31 Prozent, 2014: 32 Prozent). Dennoch: Jeder Fünfte (22 Prozent) meint, dass das jeweilige Startup nur aus der Not heraus gegründet wurde, weil die Gründer keinen anderen Job gefunden haben (2014: 30 Prozent).

Immerhin 4 von 10 Bundesbürgern (43 Prozent) würden ihnen nahestehenden jungen Menschen, etwa aus der eigenen Familie oder Freunden, empfehlen, ein eigenes Startup zu gründen. Und ähnlich viele (44 Prozent) würden ihnen empfehlen, einen Job in einem Startup anzunehmen. Allerdings sagt auch jeder dritte Bundesbürger (33 Prozent), dass er weder das eine noch das andere empfehlen würde und der Nachwuchs also die Finger von Startups lassen solle. Jeder Neunte (11 Prozent) traut sich keine Einschätzung zu.

Die Zahlen sind das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 1.003 Bundesbürgern im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Haben Sie Fragen zum Thema oder benötigen Sie Unterstützung? Sprechen Sie uns gerne an.

Quelle: KfW Starthothek, Digitalverband Bitkom, eigene Recherchen

Beim Franchising eröffnet ein Unternehmer (Franchise-Geber) interessierten Gründerinnen und Gründern (Franchise-Nehmern) die Möglichkeit, sich mit seinem Geschäftskonzept selbständig zu machen. Für diese Lizenz müssen sie zum Start und weiterhin monatlich eine Gebühr an den Franchise-Geber entrichten. Im Gegenzug erhalten sie das Nutzungsrecht für das am Markt eingeführte Geschäftsmodell und eine bereits etablierte Produktoder Dienstleistungsmarke.

Die GründerZeiten-Ausgabe Nr. 04 für zukünftige Franchise-Gründer informiert über das Konzept von Franchise und gibt Tipps für diesen Weg in die Selbstständigkeit. Sie gibt die wichtigsten Fragen wieder, die Gründer einem zukünftigen Franchisegeber stellen sollten und weist auf typische Stolpersteine hin.

Die im Frühsommer aktuell und neu erschienene Ausgabe der GründerZeiten Nr. 04 steht auf den Seiten des Bundeswirtschaftsministeriums kostenfrei als PDF zum Download zur Verfügung.

Haben Sie Fragen zum Thema oder planen Sie eine Gründung im Franchise? Sprechen Sie uns gerne an.

Quelle: Kfw Starthothek, Bundeswirtschaftsministerium, eigene Recherchen

Die große Mehrheit der deutschen Gründer nutzt bei der Gründung des Unternehmens erspartes Kapital. Dies ist ein Ergebnis einer aktuellen forsa-Umfrage unter 252 Startups im Auftrag von American Express.

Gründerfinanzierung aus eigenen Mitteln

Deutsche Gründer glauben an ihre Ideen und den Erfolg ihres Unternehmens. Daher nutzen sie überwiegend das eigene Ersparte als Startkapital für ihr Startup, so American Express in einer Pressemitteilung. Lediglich ein Viertel der Unternehmer (26 Prozent) startet mithilfe von Risikokapital in die Zukunft. Andere Kapitalquellen wie staatliche Fördermittel (22 Prozent) nehmen die Entrepreneure weniger in Anspruch. Damit stellen viele Startups ihre Finanzierung nicht von Beginn an auf eine breite sichere Basis und müssen zunächst mit relativ geringen finanziellen Ressourcen auskommen.
 
Dabei kümmert sich in 92 Prozent  aller Gründungen der Geschäftsführer/ Inhaber selbst um die Finanzplanung und trägt die volle finanzielle Verantwortung. Darüber hinaus kalkuliert mit 46 Prozent fast die Hälfte der Befragten ihre Einnahmen und Ausgaben nur für die kommenden zwölf Monate und damit eher kurzfristig. Lediglich 31 Prozent der Entscheider holt sich extern Hilfe und zieht einen Steuer- oder Unternehmensberater zu Rate.

Umsatzsteigerung erstes Ziel

Bei den bedeutendsten monetären Zielen der Gründer steht die Erhöhung des Umsatzes (95 Prozent) auf Platz eins. Am zweitwichtigsten ist ihnen eine höhere Liquidität (70 Prozent), gefolgt von der Gewinnoptimierung auf Rang drei mit 64 Prozent. „Neben einer geringen Gesamtkapitalquote zählt mangelnde Liquidität zu den häufigsten Ursachen für Insolvenzen. Daher sollten  Unternehmer diese besonders im Blick haben“, so Björn Hoffmeyer, Country Manager von American Express in Deutschland.

Haben Sie Fragen zum Thema oder möchten Sie ein Unternehmen gründen? Im Rahmen eines unverbindlichen und kostenfreien Erstgespräches beantworten wir alle Ihre Fragen. Sprechen Sie uns gerne an.

Quelle: American Express, KfW Starthothek, eigene Recherchen

Im vergangenen Jahr ging die Zahl der Existenzgründungen, die durch die Bundesagentur für Arbeit und der Jobcenter gefördert wurden, weiter zurück. So wurden insgesamt nur 41.094 Anträge zur Förderung der Selbstständigkeit genehmigt, im Jahr 2015 waren noch fast 45.000 Gründungen.

Damit ist die Anzahl der genehmigten Anträge seit der Reform des Gründungszuschusses Ende 2011 (der Gründungszuschuss wurde zu einer Ermessensleistung) weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau. In 2016 wurden 28.462 Anträge genehmigt, dass ist ein Minus von rund sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr. Noch deutlicher war der Rückgang beim Einstiegsgeld und den Eingliederungsleistungen nach § 16c SGB II.

Die Zahl der genehmigten Förderungen durch Einstiegsgeld fiel im Vorjahresvergleich um 16,8 und die Eingliederungsleistungen nach § 16c SGB II um 13 Prozentpunkte.

Haben Sie Fragen zum Thema oder beabsichtigen Sie in nächster Zeit eine Gründung und möchten Gründungzuschschuss beantragen? Sprechen Sie uns gerne an. Wir beantworten Ihnen alle Fragen vorab in einem unverbindlichen und kostenfreien Beratungsgespräch.

Quelle: Bundesregierung, KfW Starthothek, Bundesagentur für Arbeit, Jobcenter eigene Recherchen

Auch im zweiten Quartal 2016 waren die Arbeitsagenturen erneut eher zurückhaltend, wenn es darum geht, Existenzgründer auf dem Weg in die Selbstständigkeit weiter zu unterstützen. Nach einer leichten Steigerung im April 2016 konnte dieser Trend leider nicht fortgesetzt werden.

So wurden im zweiten Quartal des Jahres insgesamt nur 9.980 Anträge auf Gründungszuschuss, Einstiegsgeld und Leistungen zur Eingliederungen durch die Arbeitsagenturen genehmigt. Damit konnte das Niveau des ersten Quartals, in dem 10.001 Anträge genehmigt wurden, lediglich annähernd gehalten werden. Vergleicht man diese Werte mit den Vorjahr, ist ein deutlicher Rückgang von gut 11 Prozent erkennbar.  So wurden im ersten Halbjahr 2015 insgesamt noch 22.506 Anträge bewilligt, so waren es im gleichen Zeitraum des laufenden Jahres nur noch 19.981 Anträge.

Sie planen eine Existenzgründung und möchten gerne Gründungszuschuss bei der Arbeitsagentur beantragen? Sprechen Sie uns gerne an – im Rahmen eines kostenfreien und unverbindlichen Beratungsgespräches analysieren wir Ihre Idee und helfen Ihnen im Umgang mit den Sachbearbeitern der Arbeitsagentur.

Quellen: Bundesagentur für Arbeit, Jobcenter, Bundesministerium für Arbeit und Soziales, KfW Starthothek

 

In Deutschland haben sich im Jahr 2012 nur 775.000 Personen selbständig gemacht. Das ist seit dem Jahr 2000 die niedrigste Anzahl von Gründern hierzulande.

Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der Bankengruppe der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW Bankengruppe) bei der Vorstellung der Zahlen: „Der Rückgang der Gründungstätigkeit ist besorgniserregend, denn Gründer helfen unsere Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und Arbeitsplätze zu schaffen.“ Einziger Lichtblick: 47 Prozent der Gründer im Jahr 2012 gaben an, mit ihrem Gründungsprojekt eine explizite Geschäftsidee umzusetzen und damit eine Chance wahrzunehmen. Darüber hinaus stieg der Anteil von Gründern in den Freien Berufen, darunter unter anderem Berater, Dozenten, Erzieher, von 15 Prozent auf 39 Prozent an.

Die Mehrjahresanalyse zeigt, dass der Anteil der Vollerwerbsgründer, die 2012 im Vergleich zum Jahr 2008 Bürokratie als Gründungshemmnis wahrnehmen, gestiegen ist. Auch die Sorge, dass die Selbständigkeit die eigene Familie stark belastet, ist unter den Vollerwerbsgründern heute weiter verbreitet als noch vor fünf Jahren.

Das mit der Selbständigkeit verbundene finanzielle Risiko wird von mehr Vollerwerbsgründern als Problem wahrgenommen Gründer erzielen zwar ein leicht höheres durchschnittliches Einkommen als Arbeitnehmer, angesichts ihrer hohen Wochenstundenzahl (Vollerwerbsgründer: 48 Stunden vs. Arbeitnehmer: 38 Stunden) ist ihr rechnerische Stundenlohn aber oftmals sehr niedrig.

Dabei zahlt sich die Selbstständigkeit dennoch für viele Gründer aus: Insgesamt hat sich für 42 Prozent der Gründer die Einkommenssituation ihres Haushalts netto verbessert. Nur 16 Prozent berichten von einer Verschlechterung.

Als Sonderthema wurden Gründer aus der Arbeitslosigkeit analysiert. Es zeigt sich, dass die Anzahl dieser Gründer im Zuge der veränderten BA-Bezuschussung deutlich zurückgegangen ist.

Quelle: KfW