Seinen eigenen Berg erklimmen

Naturerlebnisse sind im Normalfall etwas für die Freitzeit. Wann gehen wir in die Natur? Zur Erholung, zum Ausgleich und um mal etwas „Anderes“ zu erleben. Heute möchte ich allerdings dieses Bild einmal für das Berufsleben verwenden und Sie mit auf die Reise nehmen, Ihre Verpflichtungen einmal wie eine Herausforderung sehen, die uns in den Ferien eine Menge Spass bereiten kann.

Seinen eigenen Berg erklimmen

Sind Sie schon einmal auf einen Berg gestiegen? Ohne LIft oder Seilbahn, nur aus der eigenen Muskelkraft und Ausdauer heraus? Nun gut, nehmen wir die Treppen eines Kirch- oder Aussichtsturmes?
Aus irgendwelchen Gründen, die ich an dieser Stelle nicht weiter erforschen möchte, finden wir überall auf der Welt Ausflugsziele, die die Menschen einladen, hinaufzugehen und die Welt von oben anzusehen. Und wir erklimmen diese Türme und Berge, um das Panorama auf uns wirken zu lassen und den Blick zu geniessen. Der Eiffelturm, das Chrysler-Building in New York, der Fujiyama in Japan, der Montblanc oder die Zugspizte, sogar der Kirchturm in der Nachbarstadt, all dies wird bestiegen. Schritt für Schritt, Stufe für Stufe kämpft und keucht man sich herauf und wird, so berichtet die Mehrheit der „Aufsteiger“ jedenfalls, mit einer fabelhaften Aussicht und einem großartigen „Ich -hab’s-geschafft“-Gefühl belohnt.

Für viele Menschen, die sich selbständig machen, erscheint diese neue Aufgabe zunächst auch einmal wie ein Berg an neuen Pflichten, Problemen und Schwierigkeiten. Nicht zuletzt die Angst vorm Scheitern, sich zu übernehmen, oder auch die falsche Geschäftsidee gehabt zu haben, ist beklemmend, und man fühlt sich von allen Seiten her unter Druck. Die vielen Dinge, an die man denken muss, wie Finanzierungspläne, Marketing, Investitionen, Steuern und vieles andere mehr, sind erst einmal dicke Brocken, die man plötzlich alle zugleich drücken fühlt.

Aber wenn man wirklich will, dann sollte man sich rüsten, aus-rüsten, um den Berg, der vor einem liegt, oder besser: sich um einen herum auftürmt, langsam aber sicher zu erklimmen. Man könnte auch sagen: rüsten Sie sich, um die Pflichten eine nach der anderen abzutragen und graben Sie sich einen Weg nach oben frei! Besteigen Sie Ihren eigenen Berg! Mit jedem Felsbrocken, den Sie hinter sich lassen, kommen Sie einer großartigen Aussicht entgegen, dem hellen Schein am oberen Ende des Schachtes, den Sie sich selbst hinaufgegraben haben.
Von hier sieht die Welt schon ganz anders aus, hier ist der stolze Blick in die Umgebung am richtigen Platz, hier sind Sie richtig: auf dem Gipfel Ihres eigenen Berges!

In diesem Sinne verabschiede ich mich für heute mit einem fröhlichen Bergsteigerruf (Juhu!) und wünsche Ihnen einen sicheren und stetigen Aufstieg.

Ihre Susanne Eder
Autorin: (c) Susanne Eder, 19. März 2012

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