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Inflation erstmals wieder stärker als Lohnanstieg

Die Arbeitnehmer in Deutschland haben erstmals seit Ende 2009 nichts von ihren Lohnerhöhungen. Grund dafür ist nach Angaben des Statischtischen Bundesamtes, dass die Reallöhne zum Jahresauftakt im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Prozent gesunken ist.

Zwar stiegen die Nominallöhne um 1,4 Prozent, aber die Lebenserhaltung verteuerte sich im ersten Quartal 2013 um insgesamt 1,5 Prozent. Grund dafür ist nach Angaben der Statistiker, dass die Sonderzahlungen geringer ausfallen und auch die bezahlte Wochenarbeitszeit zurückgegangen ist.

Dabei verdiente ein vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer in Deutschland im ersten Quartal 2013 ohne Sonderzahlungen durchschnittlich 3.398 Euro brutto im Monat. Im Bereich der Banken und Versicherungen ist der Durchschnittslohn mit 4.543 Euro am Höchsten. Danach folgt die Energieversorgung mit 4.477 Euro und der Bereich Information und Kommunikation mit 4.475 Euro. Der niedrigste durchschnittliche Bruttomonatsverdienst wurde im Gastgewerbe mit 2.008 Euro gezahlt.

Dabei hatten die Arbeitnehmer auf Sicht von fünf Jahren real mehr Geld zur Verfügung. In der Zeit von 2007 bis 2012 stiegen die Löhne um 12,2 Prozent, die Lebenshaltungskosten im gleichen Zeitraum um 8,3 Prozent.

Frauen konnten ihre Realeinkommen dabei stärker steigern als Männer. Teilzeitkräfte erhielten zudem ein stärkeres Wachstum als Vollzeitbeschäftigte. Allerdings ist die Schere bei den Gehältern entsprechend der Qualifikation der Beschäftigten groß. So erhielten leitende Angestellte von 2007 bis 2012 rund 15,5 Prozent mehr Einkommen. Ungelernte Arbeitnehmer hatten im gleichen Zeitraum nur ein Plus von 9,8 Prozent.

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