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Neu: Beratungsförderung ab 2016

Mit Beginn des neuen Jahres wurde die bundesweite Beratungsförderung für kleine und mittlere Unternehmen neu ausgerichtet. Das neue Förderprogramm mit dem Namen „Förderung unternehmerischen Know-hows“ fasst die bisherigen Programme „Förderung unternehmerischen Know-hows durch Unternehmensberatung“, „Gründercoaching Deutschland“, „Turn-Around-Beratung“ und „Runder Tisch“ zusammen. Darüber hinaus wurde das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) als zuständige Stelle fest gelegt.

Wichtig: Das Förderprogramm richtet sich ausschließlich an Unternehmen, die bereits gegründet sind. Beratungen vor einer Gründung können nicht mit diesem Programm bezuschusst werden.

Die neue „Förderung unternehmerischen Know-hows“ richtet sich an

  • junge Unternehmen, die nicht länger als zwei Jahre am Markt sind (Jungunternehmen)
  • Unternehmen ab dem dritten Jahr nach der Gründung (Bestandsunternehmern)
  • Unternehmen, die sich in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden – unabhängig vom Unternehmensalter (Unternehmen in Schwierigkeiten)

Die Unternehmen müssen ihren Sitz in der Bundesrepublik Deutschland haben und der EU-Mittelstandsdefinition für kleine und mittlere Unternehmen entsprechen.

Die Beratung für Jungunternehmen und Bestandsunternehmen kann im Rahmen der folgenden Beratungsschwerpunkte gefördert werden:

Allgemeine Beratungen

  • zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung.

Spezielle Beratungen

Um strukturellen Ungleichheiten zu begegnen, können zusätzlich zu den Themen einer allgemeinen Beratung weitere Beratungsleistungen gefördert werden. Hierzu gehören Beratungen von Unternehmen, die

  • von Frauen oder
  • von Migrantinnen oder Migranten oder
  • von Unternehmern/innen mit anerkannter Behinderung geführt werden und/oder
  • zur besseren betrieblichen Integration von Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern mit Migrationshintergrund
  • zur Arbeitsgestaltung für Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter mit Behinderung
  • zur Fachkräftegewinnung und -sicherung
  • zur Gleichstellung und besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • zur alternsgerechten Gestaltung der Arbeit
  • zur Nachhaltigkeit und zum Umweltschutz beitragen.

Unternehmen in Schwierigkeiten können eine Förderung erhalten für eine Unternehmenssicherungsberatung zur Wiederherstellung der wirtschaftlichen Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit. Zusätzlich können Unternehmen in Schwierigkeiten zur Vertiefung der Maßnahmen einer Unternehmenssicherungsberatung eine weitere Folgeberatung zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung gefördert werden.

Die Höhe des Zuschusses orientiert sich an den maximal förderfähigen Beratungskosten von bis zu 4.000,00 Euro (Bemessungsgrundlage) sowie dem Standort des Unternehmens. Dabei gelten folgende Fördersätze:

  • 80 % neue Bundesländer (ohne Berlin und ohne Region Leipzig), 60 % Region Lüneburg, sonst 50 %,
  • 90 % Unternehmen in Schwierigkeiten unabhängig von Alter und Standort

Haben Sie weitere Fragen oder benötigen Sie Unterstützung? Sprechen Sie uns gerne an.

Quelle: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

Förderung sittenwidriger Geschäftsideen nicht möglich

Das Sozialgericht Darmstadt hat in einem aktuellen Urteil beschlossen, dass Gründungsvorhaben, die gegen die guten Sitten verstoßen, nicht durch öffentliche Fördermittel unterstützt werden können. (Az.: S 17 AS 416/10)

Im vorliegenden Fall hatte ein Langzeitarbeitsloser beim zuständigen Jobcenter für sein Gründungsvorhaben – einem Pornokanal im Internet – Eingliederungsleistungen beantragt. Der Antrag wurde abgelehnt und auch der Widerspruch wurde abgewiesen. Daraufhin verklagte der Langzeitarbeitslose das Jobcenter und verlor.

Die Richter begründeten das Urteil, dass das Gründungsvorhaben Erotik- und Pornografie-Branche zuzuordnen sei und daher gegen die guten Sitten verstoße. Ein Verwaltungsakt (z. B. eine Förderzusage), der gegen die guten Sitten verstoße, sei laut Gesetz nichtig und unwirksam.

Haben Sie Fragen zum Thema? Sprechen Sie uns gern an.

Studie: Die meisten Unternehmen nutzen keine Fördermittel

Nach einer Studie (KMU-Fördermittelbarometer 2012) der Beratungsgesellschaft Ernst & Young nutzt die Mehrheit der kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland nicht die angebotenen Fördermittel. Für dieses Ergebnis wurden in verschiedenen Branchen rund 1.000 mittelständische Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern befragt, darüber kritisierten rund 15.00 Prozent der befragten Unternehmen, dass der zeitliche und administrative Aufwand viel zu hoch sei, um Mittel zu beantragen und rund 75.00 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, keine Mittel zu benötigen.

Unternehmen, die Fördermittel bezogen haben, nutzten diese meist in Form von nichtrückzahlbaren Zuschüssen oder Zulagen. Dabei stand mit 35.00 Prozent die Finanzierung von Expansionsvorhaben im Vordergrund, danach folgten die Aus- und Weiterbildung und die Forschung und Entwicklungsabteilung mit jeweils 19.00 Prozent.

Dabei benötigen gerade kleine Unternehmen mit zehn bis fünfzig Beschäftigten die angebotenen Fördermittel um notwendige Maßnahmen schneller und effektiver in die Tat umsetzen zu können. Nach der jetzt vorgestellten Studie liegt der Anteil der Antragsteller hier allerdings nur bei 13.00 Prozent – ein Ergebnis, was geändert werden sollte.

Wenn Sie wissen möchten, welche Fördermittel unter Umständen für Sie in Frage kommen, sprechen Sie uns gern an. Wir ermitteln in einem kostenfreien und unverbindlichen Erstgespräch Ihre Bedürfnisse und stellen Ihnen dann die geeigneten Fördermittel vor.

Gesucht: Partnerschaft für einen IT-Dienstleister

Für ein IT-Unternehmen (Schwerpunkt: IT-Dienstleistungen & Service) mit Sitz in Hamburg suchen wir einen aktiven Partner zum kommenden Jahr.

Aktuell betreut das Unternehmen etwa rund 25 Geschäfts- und Privatkunden aus der Metropolregion Hamburg und möchten diesen Kundenstamm durch eine Partnerschaft erweitern.

Sie sind bereits als Einzelunternehmer oder als kleines Unternehmen im Bereich der IT-Dienstleistungen unterwegs und möchten ebenfalls wachsen?

Sprechen Sie uns gern an., wir freuen uns auf Ihre Anfrage. Selbstverständlich wird jede Anfrage von uns vertraulich behandelt.

Geschäfts- und Werbeidee: Party Crowdfunding der besten Art

Wir haben eine interessante Geschäftsidee gefunden, die wir gerne einmal vorstellen wollen: Partyfux.de

“Die erste Grillparty kommt bestimmt – und kostet keinen Cent, wenn sich über die Party Sponsoring Plattform partyfux (http://www.partyfux.de) ein edler Spender findet. Nutzer stellen einfach ihre geplante Party ein und verschicken über die verschiedenen Social Media-Kanäle fleißig Einladungen an Freunde. Dabei legt jeder selbst fest, ob die Veranstaltung für alle sichtbar ist oder nur für eingeladene Freunde und Sponsoren. Regionale oder bundesweite Sponsoren entscheiden, welches Event für sie passt, und sponsern entweder direkt die benötigten Produkte oder übernehmen die Kosten. „Sponsoren erhalten so kostengünstige Werbung direkt am Kunden sowie eine positive Mund zu Mund Werbung”

Wer eine Geburtstagsfeier, ein Familienfest, die Abifete bzw. Unifeier oder einen sonstigen Anlass für eine Sause plant, musste sich bisher nicht nur mit der Planung der Festivität befassen, sondern auch noch die notwendigen Besorgungen erledigen. Wieso nicht einmal ganz anders vorgehen und sich die eigene private Party sponsern lassen – so das Konzept der Macher von partyfux.de.

Unternehmen sowie Einzelhändler haben jetzt die Möglichkeit sich auf partyfux.de für die Ausrichtung der Party zu bewerben, indem sie die ausgeschriebenen Produkte sponsern. Mehr Informationen dazu finden Sie unter http://www.partyfux.de

Wenn Sie eine interessante Geschäftsidee haben, die wir einmal vorstellen sollen, sprechen Sie uns einfach an.

Quelle: Partyfux.de

Green Franchising – Der neue Trend?

Am 16. und 17. November 2012 wird auf der START Gründer- und Franchisemesse 2012 in Dortmund den in der USA geborene neue Trend „Green Franchising“ erstmals der breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Dennoch haben die meisten wahrscheinlich noch nie davon gehört – wir möchten heute die wichtigsten Fragen dazu beantworten.

Der Begriff Franchising oder Konzessionsverkauf stammt laut Wikipedia aus der Distributionspolitik und bezeichnet eine Mischung aus indirektem Verkauf und direktem Verkauf und dabei stellt ein Franchisegeber einem Franchisenehmer die (regionale) Nutzung eines Geschäftskonzeptes gegen Entgelt zur Verfügung. Wenn Sie jetzt noch den Begriff „Green“ ergänzen, kommt hierbei das Thema Nachhaltigkeit hinzu.

Dabei gehört die Nachhaltigkeit in den Markenkern und kann somit als USP direkt aufgenommen werden. Zusätzlich wird im Rahmen der Marktforschung beobachtet, ob und wie Nachhaltigkeit von Endkunden wahrgenommen und/ oder abgelehnt wird.

Welche Bedeutung ein solcher Trend hat, zeigt schon der Entschluss vom Deutschen Franchise-Verband e.V., im kommenden Jahr erstmals einen Greenfranchise Awards auszuloben um alle Unternehmen zu belohnen, die großen Wert auf ein ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltiges Verhalten legen.

Haben Sie weitere Fragen zum Thema oder möchten Sie Ihr Unternehmen in diese Richtung weiter entwickeln? Sprechen Sie uns gern an.

Niedersachsen: Investitionsförderung für Einzelbetriebe möglich

Mit der Einzelbetrieblichen Investitionsförderung sollen Standortnachteile von gewerblichen Betrieben in strukturschwachen Regionen abgemildert werden und eine Stärkung der Wettbewerbs- und Anpassungsfähigkeit der Wirtschaft ermöglicht werden.

Die Förderung richtet sich grundsätzlich alle kleinen und mittleren Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und Betriebe des Fremdenverkehrsgewerbes, gefördert wird dabei unter anderem:

  • Errichtung einer Betriebsstätte,
  • Erweiterung einer bestehenden Betriebsstätte,
  • Diversifizierung der Produktion einer Betriebsstätte in neue, zusätzliche Produkte,
  • Grundlegende Änderung des Gesamtproduktionsverfahrens einer bestehenden Betriebsstätte,
  • Übernahme einer stillgelegten oder von Stilllegung bedrohten Betriebsstätte, unter Marktbedingungen durch einen unabhängigen Investor

in Form eines nicht rückzahlbarer Zuschusses. Über die Höhe entscheidet eine Bewertung und Priorisierung der Anträge, dazu zählen unteren anderem die Zahl der geschaffenen Dauerarbeitsplätze.

Haben Sie Fragen zum Thema? Sprechen Sie uns gern an.

Neues Internetportal bietet Unterstützung bei Auslandsgeschäften

Sie suchen Kontakte und Märkte für ihre Produkte im Ausland? Dann kann das bisher weitgehend unbekannte Außenwirtschaftsportal ixpos.de, welches kürzlich vollständig überarbeitet wurde, sicherlich helfen – eine Website der Germany Trade & Invest, der Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland für Außenwirtschaft und Standortmarketing. Zudem beteiligen sich viele weitere namhafte Akteure der deutschen Außenwirtschaftsförderung, wie z. B. diverse Bundes- und Landesministerien, Verbände, Kammern und Ländervereine.

Neben zahlreichen Informationsangeboten finden Sie dort u.a. eine Geschäftskontaktbörse, eine zentrale Datenbank für Veranstaltungen und Termine der deutschen Außenwirtschaftsförderer, eine Linkliste internationaler Internetadressen von Verbänden und Institutionen und den iXPOS-Newsletter. Registrierte Nutzer können dort online nach neuen Geschäftspartnern in aller Welt suchen, eigene Geschäftswünsche und Angebote veröffentlichen, Inhalte abonnieren, Profile anlegen oder individuelle Startseiten konfigurieren.

Haben Sie Fragen zum Thema? Sprechen Sie uns gern an.

European Angels Fund (EAF) bietet Beteiligung für Business-Angels

Der durch den Europäischen Investitionsfonds (EIF) und das ERP-Sondervermögen finanzierte Fonds stellt Business Angels und anderen nicht-institutionellen Investoren Eigenkapital zur Finanzierung innovativer kleinerer und mittlerer Unternehmen (KMU) zur Verfügung. Durch soll mittels des EAF  die Investitionsfähigkeit der Business Angels stärken und schafft Anreize, in wachstumsstarke Unternehmen zu investieren.

Antragsberechtigt sind Business Angels sowie nicht-institutionelle Investoren, der Antragsteller muss ausreichende Erfahrungen in dem jeweiligen Investitionsbereich besitzen und erfolgreiche Investitionen in der Vergangenheit nachweisen können.

Die Förderung erfolgt als Beteiligung und richtet sich nach der beabsichtigten Investitionssumme des Business Angels (50:50 Co-Investition) und sollte zwischen 250.000 Euro und 5 Millionen Euro betragen.

Haben Sie Fragen zum Thema oder möchten Sie Unternehmen als Business-Angel unterstützen? Sprechen Sie uns gern an.

Update: Rentenversicherungspflicht für Selbstständige ab 2013

Nach dem großen Erfolg der Petition mit über 80.000 Unterschriften in nur zwei Wochen, die auch wir unterstützt haben, war die Ministerin von der Leyen auf Tim Wessels, dem Initiator der Petition „Keine Rentenversicherungspflicht für Selbständige“,  zugekommen und hatte ein Treffen angeboten.

Dieses hat zwischenzeitlich stattgefunden, mit dabei war auch Dr. Andreas Lutz. Und dabei gibt es erste erfreuliche Ergebnisse: Die Pflicht, eine Erwerbs- oder Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen, ist laut der Arbeitsministerin von der Leyen nun vom Tisch. Darüber hinaus wird über einkommensabhängige Beiträge für Selbständige mit niedrigem Einkommen nach gedacht. Geprüft wird aber anscheinend jetzt auch, ob kapitalisierbare Anlageformen wie Aktien, Fonds und Immobilien doch anerkannt werden. Dagegen ist völlig unklar, wie dies alles bürokratische bewältigt werden soll.

Ein weiteres gutes Zeichen ist, dass die Ministerin Tim Wessels und Dr. Andreas Lutz zu zwei Folgeterminen eingeladen hat, die im Abstand von vier bis sechs Wochen stattfinden sollen.

Unser Tipp: Die ersten Außendienstmitarbeiter verschiedener Versicherungsgesellschaften zielen bereits auf die neuen Regelungen ab und versuchen Geschäft über diesen Weg zu genieren. Da noch nicht ganz klar ist, wie sich die neuen Regelungen auswirken, raten wir auch weiterhin von einem Abschluss ab, bis alle Details auf dem Tisch liegen. Wir halten Sie selbstverständlich auf dem Laufenden.

Haben Sie Fragen zum Thema? Sprechen Sie uns gern an.